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Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)

28. September 2005


Hintergrund:

Wie Schimmelpilz in der Wohnung entsteht

Von Dipl.-Ing. Gunter Hankammer

Grundsätzlich geht dem Schimmelpilzbefall in Gebäuden ein Feuchtigkeitsschaden voraus. Man unterscheidet zunächst die Bauteildurchfeuchtungen, die mit Defekten an der Wetterschutzebene der Gebäudehülle oder an der Abdichtung des Gebäudes gegenüber dem Erdreich zusammenhängen von den hygrothermisch bedingten Schäden, bei denen Tauwasser an Bauteiloberflächen oder im Bauteilquerschnitt auftritt, weil das Gesamtverhältnis von relativer Raumluftfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur und der Oberflächentemperatur einzelner Bauteile nicht im Einklang steht.1 Diese drei physikalischen Randbedingungen stehen als gemeinsam wirkende Ursachenkombination bei einem so genannten Kondensatschaden untrennbar miteinander im Zusammenhang. Wird die relative Luftfeuchtigkeit im Winter durch ausreichendes Lüften ständig auf einem geringen Niveau gehalten und erfolgt gleichzeitig eine stetige, gleichmäßige Beheizung des Raumes, wird es in der Regel auch dann nicht zum hygrothermisch bedingten Schimmelpilzbefall kommen, wenn die „kalte“ Außenwand durch Mobiliar oder schwere Vorhänge von der Luftzirkulation abgeschirmt werden. Verzichtet der Mieter von Altbauwohnungen auf eine Möblierung entlang der Außenwände, dann bleibt in der Regel auch eine vorübergehend leicht erhöhte relative Luftfeuchtigkeit von 60% oder eine leicht abgesenkte Raumtemperatur ohne Schaden.

1 Hankammer G, Lorenz W: Schimmelpilze und Bakterien in Gebäuden, Rudolf Müller Verlag, Köln 2003

 

Gunter Hankammer ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden sowie für Schimmelpilze und andere Innenraumschadstoffe. Gleichzeitig ist er Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für Schimmelpilzsanierung e.V. (BSS).

Weitere Informationen unter www.schimmelpilz.tv.

 

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